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Bolivien soll G77-Vorsitz übernehmen

08.11.2013 Die 133 Mitglieder der Gruppe der 77 wählten gestern per Akklamation Bolivien zum Vorsitzenden des Zusammenschlusses für das Jahr 2014.

Die Bedeutung der G77

Die Gruppe der 77 ist ein loser Zusammenschluss von Staaten, der bereits 1964 von damals 77 Staaten gegründet wurde. Das Ziel der Organisation war es von Beginn an, sich für die wirtschaftlichen Interessen der Entwicklungsländer einzusetzen. Mittlerweile umfasst die Gruppe 133 Mitglieder - fast alle Länder Lateinamerikas, Afrikas und des südlichen Asiens. Es handelt sich dabei jedoch nur um einen losen Zusammenschluss ohne feste Strukturen, der in erster Linie dazu dienen soll, gemeinsame Positionen im Rahmen der UNO zu vertreten.

Die Wahl Boliviens

Bolivien wurde von verschiedenen Staatenbündnissen für diesen Posten vorgeschlagen. Darunter befinden sich die Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) sowie die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR), die zu den wichtigsten Staatenbündnissen in Lateinamerika zählen.

Der Vorschlag, Bolivien den Vorsitz zu übergeben, wurde von den Mitgliedern ohne Gegenstimmen angenommen und per Akklamation bestätigt.





© Harald Angles