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Ecuador will im Amazonasgebiet Erdöl fördern

16.08.2013 Der Präsident Ecuadors, Rafael Correa, forderte gestern das Parlament, in dem seine Partei eine Mehrheit hat, dazu auf, die Förderung von Erdöl im Amazonasgebiet zu genehmigen. Bei diesem Gebiet handelt es sich um eine wichtige ökologische Reserve, weshalb diese Pläne stark umstritten sind.

Erdölförderung im Nationalpark

Das Erdölvorkommen, das nun erschlossen werden soll, befindet sich im Nationalpark Yasuní, der von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet wurde und daher einen besonderen Schutz genießt.

Obwohl die Ölvorräte in dieser Region bereits seit längerer Zeit bekannt sind, wurde aus Umweltschutzgründen darauf verzichtet. Dies liegt unter anderem daran, dass die internationale Staatengemeinschaft darauf drängte, auf die Förderung zu verzichten. Im Gegenzug sollte ein Projekt gefördert werden, das einen finanziellen Ausgleich für Ecuador ermöglichen sollte.

Die internationalen Geldgeber haben in diesen Fonds jedoch nur in geringem Umfang eingezahlt. Bislang befinden sich auf dem Treuhandkonto etwa 13 Millionen Dollar, was nach Angaben der Regierung nur 0,37 Prozent der erwarteten Zahlungen entspricht. Aus diesem Grund beschloss sie nun, mit der Förderung zu beginnen, die nach deren Berechnungen rund 18 Milliarden Dollar einbringen soll.





© Harald Angles