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Friedensprozess in entscheidender Phase

23.05.2013 Bereits seit sechs Monaten verhandeln kolumbianische Regierungsvertreter und Repräsentanten der Rebellenorganisation Farc in Kuba über eine Beilegung des Konflikts. Bislang wurden noch keine konkreten Ergebnisse vorgelegt, doch gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Gespräche in dieser Woche in einer entscheidenden Phase befinden.

Verhandlungen über Landverteilung

Die Verhandlungen befinden sich noch in ihrer ersten Phase. Der erste Punkt, der auf der Tagesordnung steht, betrifft die Landverteilung. In diesem schwierigen Bereich sind bislang noch keine Ergebnisse bekannt geworden.

Insbesondere für die Regierung ist es jedoch sehr wichtig, nun Ergebnisse zu präsentieren. Zum einen stehen in Kolumbien Präsidentschaftswahlen bevor, sodass die Regierung positive Nachrichten aus den Verhandlungen mit den Rebellen dringend benötigt. Zum anderen scheint es auch so, dass die Bevölkerung immer weniger Vertrauen in die friedliche Beilegung des Konflikts hat, sodass konkrete Ergebnisse dringend notwendig sind.

Aus diesem Grund ist eine schnelle Lösung in der Frage der Landverteilung immer mehr zu einem Gradmesser für den Erfolg des gesamten Friedensprozess geworden. Viele Beobachter gehen davon aus, dass wenn der Verhandlungszyklus, der diese Woche endet, keine konkreten Ergebnisse liefert, der Friedensprozess als gescheitert bewertet werden muss.

Gestern bekräftigten die Teilnehmer jedoch, dass der Friedensprozess in jedem Fall fortgesetzt und verteidigt werden müsse. Da das Interesse beider Seiten an einer friedlichen Beilegung des Konflikt recht hoch erscheint, stehen die Chancen gut, dass sich bald erste konkrete Ergebnisse einstellen werden.





© Harald Angles