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Windkraft gegen Energiedefizit

16.05.2013 In Nicaragua wurde gestern die Windkraftanlage Eolo offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage, die bei guten Windverhältnissen bis zu 44 Megawatt produzieren soll, leistet einen wichtigen Beitrag, um das Energiedefizit des Landes zu vermindern.

Energieimporte senken

Viele Länder Lateinamerikas produzieren weniger Energie als sie verbrauchen und müssen diese daher aus anderen Ländern importieren. In Nicaragua - einem der ärmsten Länder der Region - machen sich die hohen Kosten für die Energieimporte besonders stark bemerkbar. Aus diesem Grund leisten Anlagen wie Eolo einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftskraft des Landes.

Die Windkraftanlage ist bereits seit sieben Monaten im Testbetrieb und konnte in dieser Zeit schon erhebliche Mengen an Energie produzieren. Nach Angaben der Betreiber trug dies dazu bei, dass die Energieimporte bereits jetzt deutlich gesenkt werden konnten. Demnach musste Nicaragua in diesem Zeitraum für etwa 10 Millionen US-Dollar weniger Erdöl einführen, als dies ohne diese Anlage der Fall gewesen wäre.

Pläne für die Erweiterung der Anlage liegen bereits in den Schubladen. Demnach soll in den nächsten Jahren die Leistungsfähigkeit des Windparks um weitere 16 Megawatt erhöht werden. Dadurch sorgt Nicaragua nicht nur dafür, die hohen Kosten für die Energieimporte zu senken, das Land leistet auf diese Weise auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.





© Harald Angles