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Angriff der FARC auf Polizeikolonne

17.09.2014 Die kolumbianische Rebellenorganisation FARC griff gestern im Nordwesten des Landes eine Kolonne der Polizei an. Dabei kamen sieben Sicherheitskräfte ums Leben, während fünf verletzt wurden. Das Attentat stellt eine weitere Belastung für den komplizierten Friedensprozess in Kolumbien dar.

Attacke mit Granaten und Gewehren

Nach der offiziellen Darstellung des Vorgangs benutzten die Rebellen zunächst Granaten, um den Konvoi zu stoppen. Danach beschossen sie die Polizisten mit Gewehren. Dabei kam es zu sieben Todesopfern und fünf Verletzten auf Seiten der Polizisten, während nur zwei Uniformierte den Angriff unbeschadet überstanden.

Der Direktor der Nationalen Polizei Kolumbiens führte aus, dass es sich bei den Angreifern um eine Koalition aus einem Arm der FARC-Rebellen und einer lokalen Verbrecherbande handle. Das Motiv habe darin bestanden, die Handelswege der Drogenhändler vor der Polizei zu schützen.

Bei diesem Angriff handelte es sich um den zweiten größeren Angriff in diesem Jahr. Im April töteten Kämpfer der FARC 15 Soldaten bei einem Angriff. Die Kämpfe belasten die Strategie des Präsidenten, den Frieden in Kolumbien durch Verhandlungen zu suchen, erheblich.





© Harald Angles