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Streit zwischen Fifa und Brasilien über die WM-Vorbereitung

06.01.2014 Brasilien soll mit der Fußball-WM 2014 das größte Sportereignis des Jahres austragen. Bislang sind die Vorbereitungen darauf jedoch bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Dies brachte den Organisatoren der WM nun die Kritik des Fifa-Präsidenten ein.

Probleme beim Bau der Stadien

Einer der wichtigsten Punkte bei den Vorbereitungen auf die WM ist der Bau beziehungsweise die Modernisierung der Stadien. Doch gerade in diesem Bereich gibt es nach wie vor größere Probleme. Bislang sind nur wenige Stadien vollständig fertiggestellt. In einigen Fällen sieht der Zeitplan vor, dass die Maßnahmen erst kurz vor dem Beginn der WM in Brasilien beendet werden sollen. Es kommt hinzu, dass aufgrund vieler kleinerer Probleme der Zeitplan nicht immer eingehalten werden kann. Die größten Probleme bereitet das Stadion in São Paulo. Dort ist im November ein Kran umgestürzt. Dabei wurden nicht nur Teile des Stadions schwer beschädigt, darüber hinaus kamen auch zwei Arbeiter ums Leben. Dieser Unfall verzögerte die Bauarbeiten am Stadions nochmals erheblich, sodass es nach dem aktuellen Zeitplan nur zwei Monate vor dem Eröffnungsspiel der WM - das in diesem Stadion ausgetragen werden soll - fertiggestellt werden soll.

Der Fifa-Päsident Blatter übte nun scharfe Kritik an den Organisatoren der WM. In einem Interview sagte er, dass bislang kein WM-Veranstalter derart verspätet mit den Vorbereitungen begonnen habe.

Präsidentin Rousseff kontert die Vorwürfe

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat die Vorwürfe Blatters nun zurückgewiesen. Sie sagte, die Weltmeisterschaft in Brasilien werde die "Copa das Copas" - frei übersetzt die beste WM aller Zeiten. Sie sagte, Brasilien werde ein hervorragender Gastgeber sein und betonte, dass sich die Besucher wohlfühlen werden und die beeindruckende geografische Vielfalt Brasiliens entdecken können.





© Harald Angles