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Lateinamerika und Karibik zur Zone des Friedens erklärt

30.01.2014 Die Staatschefs der lateinamerikanischen und karibischen Staaten trafen sich zu einem Gipfeltreffen in Kuba. Neben vielen bilateralen Gesprächen verkündete die CELAC - die Organisation, in deren Rahmen das Gipfeltreffen stattfand - dass diese Region eine Zone des Friedens sein soll.

Treffen der 33 CELAC-Staaten in Havanna

Die CELAC ist ein relativ junges Staatenbündnis, das erst 2011 gegründet wurde. Es sollte ein Gegengewicht zur Organisation Amerikanischer Staaten darstellen, die in erster Linie durch die USA dominiert werden. Daher wurden dazu alle Staaten des amerikanischen Kontinents eingeladen - ausschließlich der USA und Kanadas. Einer der wichtigsten Initiatoren der CELAC war der mittlerweile verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez. Das Gipfeltreffen in Havanna war erst die zweite Vollversammlung des Bündnisses. Daran nahmen die Staatschefs von 31 de 33 Mitgliedsländer teil.

Das wichtigste Ergebnis der Zusammenkunft bestand darin, dass die Regierungschefs Lateinamerika und die Karibik zu einer Zone des Friedens erklärten. Sie verpflichteten sich dazu, Konflikte in der Region friedlich auszutragen.

Costa Rica übernimmt den Vorsitz

Bislang hatte das Gastgeberland Kuba den Vorsitz der CELAC inne. Diesen übergab das karibische Land nun im Rahmen des Gipfeltreffens an Costa Rica und deren Präsidentin Laura Chinchilla. Damit findet ein erheblicher Wechsel bezüglich der politischen Ausrichtung der CELAC statt. Costa Rica nahm erst 2009 diplomatische Beziehungen zu Kuba auf und gilt als Kritiker des totalitären Regimes auf der Insel.

Die Präsidentin Chinchilla betonte bereits am ersten Tag des Treffens die Bedeutung der freien und konkurrierenden Wahlen, die in drei Monaten in Costa Rica stattfinden werden. Die kubanische Opposition fasste dies als Spitze gegen das kubanische Einparteiensystem auf. Bei ihrer abschließenden Rede nannte sie den kubanischen Präsidenten Raúl Castro zwar "unseren lieben Gastgeber", doch bemängelte sie darin auch, dass die Zivilgesellschaften keinerlei Einfluss auf das Gipfeltreffen hatten.





© Harald Angles