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Chinesischer Staatspräsident zu Besuch in Kuba

24.07.2014 Gestern beendete der chinesische Staatspräsident Xi Jinping seinen zweitägigen Staatsbesuch in Kuba. Damit geht auch seine achttägige Lateinamerikareise zu Ende, in deren Rahmen er zuvor Argentinien, Brasilien und Venezuela besucht hatte.

Wirtschaftsgespräche und Ordensverleihung

Da die politischen Beziehungen zwischen Kuba und China als sehr gut gelten, standen keine wichtigen politischen Themen auf der Tagesordnung. Die offiziellen Verlautbarungen waren stets von großer Harmonie geprägt und beteuerten das positive Verhältnis zwischen beiden Staaten. Dem chinesischen Staatspräsidenten wurde im Laufe des Besuchs auch der Orden José Martí verliehen. Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung in Kuba.

Dennoch blieb viel Zeit, um sich während des Besuchs auch wirtschaftlichen Aspekten zu widmen. Welche konkreten Vereinbarungen die beteiligten Politiker und Wirtschaftsrepräsentanten dabei trafen, wurde zwar nicht detailliert bekanntgegeben, in einer Erklärung wurde jedoch gesagt, dass es sich dabei um 29 Vereinbarungen aus unterschiedlichen Bereichen wie den Finanzen, der Biotechnologie, der Landwirtschaft, der Infrastruktur und der erneuerbaren Energien handle.

Großes Interesse Chinas an Lateinamerika

Das Interesse Chinas an der Region Lateinamerika wird immer größer. Dies zeichnet sich auch an den stetig wachsenden Handelszahlen ab. Die Wachstumsraten in diesem Bereich liegen seit mehr als zehn Jahren bereits über 20 Prozent pro Jahr. Vor dem Besuch in Kuba reiste der chinesische Staatspräsident auch nach Argentinien, Brasilien und Venezuela, um auch hier für eine weitere Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zu sorgen.

Das große Interesse, das China an dieser Region hat, liegt in erster Linie an deren Rohstoffreichtum. Sowohl hinsichtlich der Bodenschätze als auch der Landwirtschaft stellt Lateinamerika einen beachtlichen Teil der weltweiten Gesamtproduktion her. China hingegen ist der größte Abnehmer. Insbesondere Kupfer und Soja sind dabei sehr begehrte Handelsgüter. China kauft beispielsweise mehr als die Hälfte der weltweiten Sojaexporte auf.

Der Lateinamerikabesuch von Xi Jinping diente in erster Linie dazu, um den Handel mit den Rohstoffen weiter zu fördern. Gleichzeitig ist China darum bemüht, den Absatz von verarbeiteten Gütern weiter zu fördern. Während der Lateinamerikareise vereinten die Partner mehrere große Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur. Sie dienen in erster Linie dazu, die Rohstoffförderung zu erleichtern und verwenden zu diesem Zweck vorwiegend chinesische Technologieprodukte.

 





© Harald Angles