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Nordamerika-Gipfel in Mexiko

20.02.2014 In den vergangenen Tagen berieten sich im mexikanischen Toluca die Staatschefs Nordamerikas. An dem Treffen nahmen der mexikanische Präsident Peña Nieto, US-Präsident Obama und der kanadische Premierminister Harper teil.

Stellungnahme gegen Drogen und Geldwäsche

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Erklärung, die die drei Teilnehmerstaaten unterzeichneten, standen zunächst wirtschaftliche Aspekte. Das Ziel sei es, dass diese drei Länder die wettbewerbsfähigste und dynamischste Region der Welt bleiben sollen. Kanada, die USA und Mexiko haben zusammen einen Anteil von etwa 30 Prozent an der globalen Wirtschaftsleistung. Ein Aspekt war dabei auch eine gemeinsame Absicherung gegen Naturkatastrophen.

Auch der Klimawandel stand auf dem Programm der Tagung. Die teilnehmenden Länder vereinbarten, dass die jeweiligen Energieminister sich noch dieses Jahr treffen sollen, um Möglichkeiten für die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien zu diskutieren.

Schließlich vereinbarten die Teilnehmer auch, gegen Drogen und Geldwäsche vorzugehen. Der illegale Handel mit Waffen soll ebenfalls stärker bekämpft werden.

Scharfe Kritik an venezolanischer Regierung

US-Präsident Obama nutzte die Abschlusserklärung des Gipfeltreffens auch dazu, um scharfe Kritik an den Verhältnissen in Venezuela zu üben. Dort waren kurz zuvor US-Diplomaten unter dem Vorwand ausgewiesen worden, die Unruhen im Land zu fördern.

Obama beschuldigte die Regierung Venezuelas, durch diese Anschuldigungen von den selbstverschuldeten Problemen des Landes ablenken zu wollen. Er forderte, die Regierung solle den legitimen Forderungen der Demonstranten nachkommen, den Dialog suchen und die Gefangenen freilassen.

Bereits seit mehreren Wochen kommt es zu schweren Unruhen in Venezuela, bei denen mittlerweile sechs Personen ums Leben kamen.





© Harald Angles