Nachrichten aus Lateinamerika

Nordamerika




Mission der UNASUR in Venezuela

13.03.2014 In Venezuela nehmen die gewaltsamen Ausschreitungen kein Ende. Aus diesem Grund trafen sich die Vertreter des südamerikanischen Staatenbündnisses UNASUR gestern in Chile. Dabei beschlossen sie, eine Mission, die aus den Außenministern der beteiligten Staaten besteht, nach Venezuela zu entsenden.

Gewalt in Venezuela dauert bereits einen Monat an

Die gewaltsamen Ausschreitungen in Venezuela dauern bereits seit einem Monat an. Dabei kamen inzwischen mindesten 24 Menschen ums Leben. Die Situation zwischen beiden Lagern scheint unversöhnlich. Die Opposition beklagt die hohe Gewaltbereitschaft der Polizei und regierungstreuer paramilitärischer Gruppen. Außerdem steht nach wie vor der Vorwurf im Raum, die Regierung sei vor etwa einem Jahr nur durch Wahlfälschungen an die Macht gekommen.

Die Regierung hingegen bezeichnet die Demonstranten als rechtsextreme Faschisten und beteuert, dass sie sich als einzigen legitimen Vertreter des Volks betrachtet.

UNASUR-Treffen in Santiago de Chile

Die Staats- und Regierungschefs der UNASUR trafen sich gestern zu einer außerordentlichen Sitzung in Santiago de Chile. Zuvor hatten sie an der Amtseinführung der neu gewählten Präsidentin Michelle Bachelet teilgenommen. Diese Zusammenkunft nutzten sie daraufhin, um über die schwierige Situation in Venezuela zu beraten.

Dabei beschlossen die Teilnehmer, eine hochrangige Mission nach Venezuela zu entsenden, die aus den Außenministern der beteiligten Staaten bestehen soll. Ziel dieser Aktion soll es sein, die Anstrengungen der venezolanischen Regierung zu unterstützen, um einen Dialog zwischen der Exekutive und allen beteiligten politischen und sozialen Gruppen herbeizuführen. Die Mission soll zum Verständnis und zum sozialen Frieden beitragen.

Auch die Stimmen, die am Rande des Treffens vernehmbar waren, unterstützten überwiegend den in der Kritik stehenden venezolanischen Präsidenten Maduro. Der ecuatorianische Präsident Rafael Correa sagte beispielsweise, die UNASUR müsse die demokratisch gewählte Regierung und die konstitutionelle Ordnung in Venezuela bedingungslos unterstützen. Kritik an den Menschenrechtsverletzungen durch die Regierung war kaum zu vernehmen.





© Harald Angles