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Tabaré Vázquez wird neuer Präsident in Uruguay

01.12.2014 Tabaré Vázquez konnte gestern die Stichwahl mit deutlichem Abstand gegen seinen Herausforderer Luis Lacalle Pou gewinnen. Der 74-jährige wird damit bereits zum zweiten Mal Präsident des kleinen südamerikanischen Landes, dessen Regierung er bereits zwischen 2005 und 2010 anführte.

Stichwahl bringt keine Überraschungen

Die Bevölkerung Uruguays war bereits vor sechs Wochen dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Da dabei jedoch keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erringen konnte, kam es gestern zur Stichwahl. Dabei gab es aber keine Überraschungen. Tabaré Vázquez, der bereits im ersten Wahlgang einen relativ großen Vorsprung erringen konnte, gewann nun die Stichwahl deutlich. Er erhielt dabei nach den bisherigen Hochrechnungen 53,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Gegenkandidat Luis Lacalle Pou erhielt nur 41,1 Prozent der Stimmen und unterlag damit deutlich.

Tabaré Vázquez konnte bereits im Jahre 2004 die Präsidentschaftswahlen für sich entscheiden. Dabei war er der erste Kandidat des Links-Bündnisses Frente Amplio, der in Uruguay die Regierung erringen konnte. Da in Uruguay eine direkte Wiederwahl nicht möglich ist, konnte er bei den darauffolgenden Wahlen nicht antreten. Dabei gewann sein Parteikollege José Mujica. Nun konnte er für seine Partei die dritte Amtszeit in Folge gewinnen.

Vázquez kündigt Neuerungen an

Bei seiner Rede nach dem Wahlsieg sagte der zukünftige Präsident, dass es zwar wieder die gleiche Regierung sein werde, dass diese aber nicht alles genauso wie bisher machen wird.

Einer der wichtigsten Punkte, den die neue Regierung ändern will, ist die Bildung. Trotz guter wirtschaftlicher Bedingungen konnte die Bildung in den letzten Jahren nur dürftige Resultate vorweisen.

Ein zweiter Punkt, den die Regierung in ihrer neuen Amtszeit verändern will, ist die innere Sicherheit. Die Kriminalitätsrate ist in den Jahren der Regierung des Linksbündnisses deutlich angestiegen.





© Harald Angles