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Dilma Rousseff tritt zweite Amtszeit an

02.01.2015 Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff legte gestern ihren Amtseid ab und trat damit nach der knappen Wiederwahl im Oktober offiziell ihre zweite Amtszeit an. Die Feierlichkeiten fanden im Beisein vieler lateinamerikanischer Staats- und Regierungschefs statt und auch der US-amerikanische Vizepräsident war bei der Amtseinführung anwesend. Im Mittelpunkt der Amtsantrittsrede stand der Kampf gegen die Korruption in Brasilien.

Kampf gegen die Korruption

Eines der schwersten Probleme Brasiliens ist die in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens herrschende Korruption. In den letzten Monaten kamen beispielsweise zahlreiche Praktiken im staatlichen Ölkonzern Petrobras ans Licht, bei dem sich viele Beteiligte persönlich bereichert haben. Die Schäden, die durch die Korruption für die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas entstehen, sind beträchtlich.

Aus diesen Gründen nahm der Kampf gegen die Korruption die wichtigste Stelle in der Amtsantrittsrede ein. Rousseff versicherte, dass ihre Regierung die Korruption im Lande mit allen Mitteln bekämpfen wolle. Dabei nahm sie auch direkt auf den Petrobras-Skandal Bezug und versicherte, dass alle Beteiligten zur Verantwortung gezogen würden.

Präsidentschaft als Sinnbild für Frauenrechte

Ein weiterer wichtiger Punkt Ihrer Rede war die Stellung der Frauen in Brasilien. Die Präsidentin sagte, dass sie ihre Präsidentschaft im Namen der vielen Millionen brasilianischen Frauen ausübe. Sie sagte, sie fühle sich stolz, die Herausforderung, den Namen der brasilianischen Frau zu ehren, gemeistert zu haben.





© Harald Angles