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Gipfeltreffen der CELAC in Costa Rica

29.01.2015 In Costa Rica trafen sich gestern die Staatschefs der 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Armutsbekämpfung sowie das Wirtschaftsembargo der USA gegen Kuba. Mit diesem Gipfeltreffen gibt Costa Rica die Präsidentschaft der CELAC ab, die das mittelamerikanische Land für ein Jahr ausübte.

Reduzierung der Armut

Die Teilnehmer des Gipfeltreffens diskutierten in erster Linie über die Reduzierung der Armut in der Region. Dieser Aspekt soll auch einen der zentralen Punkte der Abschlusserklärung ausmachen. In der Region, in der etwa 600 Millionen Menschen Leben, ist die Armut eines der größten Probleme. Etwa 28 Prozent der Gesamtbevölkerung sind davon betroffen. 12 Prozent der Menschen in den CELAC-Staaten leben sogar in extremer Armut. Die Staatschefs suchen auf dem Treffen in Costa Rica nach Wegen, um die Armut in der Region zu reduzieren.

Kritik am Handelsembargo für Kuba

Einen weiteren Schwerpunkt bei dem Treffen der Regierungschefs der CELAC-Staaten stellte das Handelsembargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba dar. Obwohl es in den letzten Wochen zu einer Annäherung der beteiligten Regierungen kam, übten die Teilnehmer des Gipfeltreffens dennoch scharfe Kritik am Embargo.

Puerto-ricanischer Redner

Für einen kleinen Eklat sorgt der Präsident Nicaraguas Daniel Ortega. Zum einen bezeichnete er das Forum als "Instrument der Kolonialisierung der Yankees". Zum anderen gab er sein Rederecht an einen puerto-ricanischen Politiker weiter, der für die Unabhängigkeit der Insel kämpft. Puerto Rico ist ein Freistaat in der Karibik, der ein Außengebiet der Vereinigten Staaten darstellt. Ortega nutzte das Forum, um die Sache der Separatisten zu verteidigen, obwohl diese kürzlich in einer Volksabstimmung sehr deutlich unterlegen sind.

Übergabe der Präsidentschaft an Ecuador

Im Rahmen der Abschlusserklärung wird der Gastgeber, der costa-ricanische Präsident Luis Guillermo Solís sein Amt als Präsident der CELAC abgeben. Costa Rica hat die Präsidentschaft bereits seit einem Jahr inne und gibt diese nun turnusgemäß an Ecuador weiter.





© Harald Angles