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China verspricht große Investitionen für Lateinamerika

09.01.2015 Vertreter der Celac-Gruppe, zu der 33 lateinamerikanische und karibische Staaten zählen, kamen gestern in Peking zu einem zweitägigen Treffen mit Mitgliedern der chinesischen Regierung zusammen. Eines der herausragenden Ergebnisse der Zusammenkunft ist das Versprechen Chinas, im Laufe der nächsten zehn Jahre 250 Milliarden Dollar in Lateinamerika zu investieren.

Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen

Der chinesische Präsident Xi Jinping sagte, sein Land verfolge in Lateinamerika im wirtschaftlichen Bereich zwei Interessen. Zum einen sei China an den erheblichen Rohstoffvorkommen in dieser Region interessiert. Bislang kauft China größere Mengen an Öl, Metallerzen und Soja aus Lateinamerika. Darüber hinaus sei das Land auch um die Märkte der Region bemüht, um seine industriellen Güter abzusetzen. Außerdem investiert China erhebliche Summen in Lateinamerika, um die dortige Infrastruktur zu verbessern. Als Ziel für das nächste Jahrzehnt gab der Präsident eine Summe von 250 Milliarden Dollar aus.

Der chinesische Präsident sagte, dass für das nächste Jahrzehnt eine Ausweitung des Handels zwischen China und Lateinamerika auf 500 Milliarden Dollar vorgesehen sei. Er fügte hinzu, dass diese wirtschaftliche Beziehung für beide Seiten gewinnbringend sei und eine große Bedeutung habe, um die Süd-Süd-Kooperation in der Welt voranzubringen.

Die politische Dimension der Beziehungen

Der chinesische Präsident sagte, dass das asiatische Land darum bemüht sei, mit den USA um einen höheren Einfluss in der Region zu streiten. Beschwichtigend fügte er jedoch hinzu, dass es bislang nicht möglich sei, vorherzusagen, ob diese Strategie den Einfluss des nordamerikanischen Landes in Lateinamerika mindern könne.





© Harald Angles