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Staatsbesuch des bolivianischen Präsidenten in Paraguay

29.06.2015 Der bolivianische Präsident Evo Morales traf heute zu einem Staatsbesuch in Paraguay ein. Bei seinem Amtskollegen Horacio Cartes warb er für Unterstützung für die Ansprüche Boliviens nach einem Zugang zum Meer. Außerdem stehen Verhandlungen über eine Zusammenarbeit im Bereich der Energieversorgung auf dem Programm.

Die Ansprüche Boliviens nach einem Zugang zum Meer

Bereits vor über einem Jahrhundert hat Bolivien in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Chile seine Provinzen am pazifischen Ozean verloren und wurde dadurch zu einem Binnenland. Die Ansprüche, den verlorenen Zugang zum Meer wieder zu erhalten, bestehen jedoch nach wie vor. Der bolivianische Präsident Evo Morales hat zu diesem Zweck eine Kampagne im Rahmen der UNO gestartet. Dabei soll ausdrücklich eine friedliche Lösung gesucht werden.

Nachdem Morales bereits die Unterstützung des Nachbarlandes Peru erhalten hatte, machte er sich nun auf den Weg nach Paraguay, um hier ein ähnliches Abkommen zu erreichen.

Verhandlungen über Energieversorgung

Einen weiteren wichtigen Punkt des Treffens stellen die Verhandlungen über die Energieversorgung dar. Es ist geplant, eine Verbindung zwischen den beiden Ländern einzurichten. Dies soll insbesondere den westlichen Regionen Paraguays zugute kommen, die nur unzureichend an das nationale Stromnetz angeschlossen sind.

Außerdem sollen bei dem Treffen Möglichkeiten erörtert werden, um Erdgas aus Bolivien nach Paraguay zu exportieren.





© Harald Angles