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Regierung präsentiert Tatverdächtigen für Mord an einem Abgeordneten

04.06.2015 Am 1. Oktober des vergangenen Jahres wurde der regierungstreue Abgeordnete Robert Serra ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Präsident Nicolás Maduro präsentierte nun persönlich einen Verdächtigen für die Tat. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen kolumbianischen Politiker, der in seiner Heimat für den Mord an seiner Ehefrau gesucht wird. Maduro machte außerdem die Opposition und den ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Uribe für die Tat verantwortlich.

Kolumbianischer tatverdächtiger

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Mord am PSUV-Abgeordneten Robert Serra hat die venezolanische Regierung nun einen Verdächtigen präsentiert. Dabei handelt es sich um einen kolumbianischen Staatsbürger. Der Beschuldigte war früher Stadtrat in der kolumbianischen Gemeinde Cúcuta und betreibt dort ein Unternehmen, das sich dem Geldwechsel widmet. Die Festnahme erfolgte heute in den frühen Morgenstunden.

Maduro beschuldigten den Festgenommenen nicht nur des Mordes an dem Abgeordneten, sondern des Versuchs, die Regierung zu stürzen. Maduro bezeichnete ihn als Vertreter der "paramilitärischen Pest", und sagte, das Ziel des Mordes an Serra sei es gewesen, das Land zu zerstören und die Regierung zu stürzen.

Maduro macht Opposition und Kolumbien für den Mord verantwortlich

Maduro legte in einer Fernsehansprache weitere Theorien zu dem Mordfall dar. Demnach hat der Beschuldigte im Auftrag des ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Uribe gehandelt. Der konservative Ex-Präsident hatte während seiner Amtszeit tiefgreifende Konflikte mit der venezolanischen Regierung.

Darüber hinaus verurteilte er alle oppositionellen politischen Bewegungen in Venezuela. Er sagte, es gebe in Venezuela keine politische Opposition. Es gebe lediglich eine "permanente Verschwörung", die Venezuela hasse und von Bogotá, Madrid und Miami aus gesteuert werde.





© Harald Angles