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Paraguay liefert Rindfleisch in die EU

14.05.2015 Erstmals seit vier Jahren erhielt Paraguay wieder die Erlaubnis, Rindfleisch in die Europäische Union auszuführen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die landwirtschaftlichen Betriebe im südamerikanischen Land.

Vierjähriges Exportverbot

Die Produktion von Rindfleisch zählt in Paraguay wie in vielen südamerikanischen Ländern zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Der Export dieser Nahrungsmittel zählte zu den wichtigsten Devisenquellen des Landes. Im Jahre 2011 exportierte das Land Rindfleisch im Wert von 40 Millionen Dollar nach Europa.

Als jedoch in diesem Jahr die Maul- und Klauenseuche in Paraguay ausbrach, verhängten die Behörden der EU ein Importverbot für die Fleischprodukte aus dem Land. Dies traf nicht nur die landwirtschaftlichen Produzenten hart, sondern auch viele Betriebe, die das Fleisch weiterverarbeiteten.

Beschränkungen für paraguayisches Rindfleisch aufgehoben

Vier Jahre nach dem Ausbruch der Seuche ist dieses Problem nun endgültig behoben. Nachdem die ersten Schlachthöfe die Prüfung durch die Behörden erfolgreich bestanden, erhielt das südamerikanische Land wieder die Erlaubnis, Rindfleisch in die EU zu exportieren.

Gestern wurde der erste Container mit einer Ladung von etwa 12 Tonnen gefrorenem Rindfleisch verladen und in Richtung Europa versandt. Die Experten gehen davon aus, dass dies nur der Anfang für die Fleischproduzenten des Landes ist und dass sie bald das Exportvolumen aus dem Jahr 2011 deutlich übersteigen werden.





© Harald Angles