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Dominikanische Republik startet Alphabetisierungskampagne

10.09.2012 Der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina, kündigte heute ein Bildungsprogramm an, mit dem der Analphabetismus im Land überwunden werden soll.

Plan soll binnen zwei Jahren den Analphabetismus überwinden

In der Dominkanischen Republik können nach neuesten Schätzungen etwa 700.000 der über 15-jährigen Bevölkerung weder lesen noch schreiben. In dem nur etwa 10 Millionen Einwohner zählenden Land bedeutet dies eine sehr hohe Analphabetenquote. Nach dem ehrgeizigen Plan, den der Präsident heute zusammen mit anderen hochrangigen Regierungsvertretern vorstellte, soll es in nur zwei Jahren gelingen, den Analphabetismus im Land zu überwinden. Er führte aus, dass der Analphabetismus eine Form sei, um die Armut und die soziale Exklusion zu reproduzieren. Der Analphabetismus sei eine Schuld, die nun bezahlt werden müsse. Des Weiteren führte er aus, dass der Plan nicht nur die Bekämpfung des Analphabetismus umfasse, sondern auch höhere Bildungsangebote umfasse.

Bildungskampagne ist Einlösung eines Wahlkampfversprechens

Medina, der erst vor wenigen Monaten zum Präsidenten gewählt wurde, löst mit der Bildungskampagne eines seiner Wahlkampfversprechen ein. Er hatte im Wahlkampf erklärt, dass eine gerechtere und umfangreichere Bildung eines der wichtigsten Bereiche seiner Politik sein werden. Über die Finanzierung des Projekts machte Medina bislang keine konkreten Angaben. Er sagte jedoch, dass die Finanzierung für ein Land wie die Dominikanische Republik, das zu den ärmsten Ländern der Region zählt, sehr schwierig sei. Er sagte jedoch auch, das dieses Projekt nicht bedeute, dass andere soziale Projekte deswegen gekürzt werden müssen. Die Finanzierung, so Medina, müsse in anderen Bereichen des Staatshaushalts eingespart werden.






© Harald Angles