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Hugo Chávez fordert Rückzug aus Menschenrechtskommission

30.04.2012 Der venezolanische Präsident Hugo Chávez forderte die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IAKMR) dazu auf, sich aus Venezuela zurückzuziehen. Diese zeigte sich vor wenigen Wochen besorgt über die Menschenrechtssituation in Venezuela.

IAKMR kritisiert die Menschenrechtssituation in Venezuela

Am 10. April hatte die IAKMR die Situation der Menschenrechte in Venezuela erneut kritisiert. Gleichzeitig forderte sie zum wiederholten Male eine Genehmigung für einen Besuch in Venezuela, um die Verhältnisse vor Ort besser beurteilen zu können. Die Besuchserlaubnis, um die die Menschenrechtskommission bereits mehrfach gebeten hatte, wurde erneut verweigert. Die IAKMR beklagt immer wieder Menschenrechtsverletzungen in Venezuela, die von der Regierung jedoch bestritten werden.

Chávez beruft Staatsrat ein, um den Rückzug aus der IAKMR zu analysieren

Heute hat der venezolanische Präsident schließlich einen Staatsrat damit beauftragt, einen Rückzug aus der Menschenrechtskommission zu analysieren. Die IAKMR, so Chávez, werde von den USA gegen sein Land verwendet. Daher forderte er einen Rückzug Venezuelas aus der Kommission. Er begründete den Rückzug auch mit dem Verhalten der IAKMR bei dem Putschversuch gegen Chávez im Jahre 2002, bei dem sie nach seinen Angaben mit den Aufständischen zusammenarbeitete. Außerdem bekräftigte er, dass dieser Schritt für die vollständige Unabhängigkeit Venezuelas notwendig sei.






© Harald Angles