Nachrichten aus Lateinamerika

Nordamerika




Hugo Chávez führt die Meinungsumfragen klar an

16.07.2012 Eine heute veröffentlichte Umfrage zu den Präsidentschaftswahlen in Venezuela, die am 7. Oktober stattfinden werden, sieht einen deutlichen Vorsprung des bisherigen Amtsinhabers Hugo Chávez. Mit 46,1 Prozent der Befragten liegt die Zustimmung aber dennoch deutlich unterhalb der Marke von 62,89 Prozent, die der Präsident bei der Wahl 2006 erhielt.

Meinungsforscher sehen Vorsprung von 15 Prozent

Nach den Ergebnissen des venezolanischen Meinungsforschungs-Instituts Datanálisis hat der Amtsinhaber im Moment einen Vorsprung von mehr als 15 Prozent vor dem Herausforderer Henrique Capriles, der in den Meinungsumfragen auf 30,8 Prozent kam. Dennoch betonte ein Sprecher, dieser Vorsprung sei noch einzuholen, da der Wahlkampf gerade erst begonnen habe. Außerdem spreche die hohe Zahl von 23 Prozent der Befragten, die sich noch nicht für einen der Kandidaten entschieden haben, ebenfalls dafür, dass noch größere Veränderungen möglich sein könnten. Der bisherige Wert von 46,1 Prozent liegt deutlich unterhalb der Ergebnisse der beiden letzten Wahlen, bei denen Chávez jeweils mehr als 60 Prozent der Stimmen erhalten konnte. Bei der Frage nach Zufriedenheit mit der Regierung gaben jedoch etwa 60 Prozent der Befragten an, dass sie diese unterstützen, was darauf schließen lässt, dass Chávez auch bei dieser Wahl wieder mit großer Mehrheit den Sieg davontragen könnte.

Opposition klagt wegen nicht verfassungsgemäßer Nutzung des Staatsfernsehens

In Venezuela gibt die Verfassung dem Präsidenten das Recht, zu wichtigen Anlässen den sogenannten Präsidenten-Kanal zu benutzen. Dabei werden die Sendungen aller Fernsehsender unterbrochen, um wichtige Reden des Präsidenten zu übertragen und die Bürger so zu informieren. Am vergangenen Samstag nutzte Chávez diese Möglichkeit und ging dabei allerdings auch auf Themen des aktuellen Wahlkampfs ein. Da diese Art der Nutzung nicht den Maßgaben der Verfassung entspricht, klagten nun Vertreter der Opposition gegen diese Form der Nutzung.






© Harald Angles