Nachrichten aus Lateinamerika

Nordamerika




Schwere Kämpfe zwischen Rebellen und Militär

16.08.2012 In der peruanischen Provinz Santipa kam es gestern Abend zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Militär und Guerrilla, die bis heute andauern.

Angriff auf Militärbasis Mazángaro

Wie heute bekannt wurde, kam es gestern Abend erneut zu einem Angriff der Guerrilla-Organisation Sendero Luminoso auf Einheiten des peruanischen Militärs. Bereits im April wurde eine Polizistin bei einem Angriff von Sendero Luminoso getötet und auch am vergangenen Sonntag fiel ein Angehöriger des peruanischen Militärs den Angriffen zum Opfer. Beim gestrigen Angriff sollen nach bislang unbestätigten Quellen fünf Soldaten getötet worden sein. Über die Opfer auf Seiten der Rebellen wurde bisher nichts bekannt. Der Angriff fand im Osten Perus statt, einer Region die durch tropischen Regenwald geprägt ist und die zu den unzugänglichsten und unterentwickeltsten Gebieten des Landes zählt.

Der Konflikt mit der Guerrilla-Bewegung Sendero Luminoso versetzte Peru über Jahrzehnte hinweg in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand, der viele Todesopfer forderte, insbesonder innerhalb der unbeteiligten Zivilbevölkerung. In den neunziger Jahren schien der Konflikt schließlich beendet und Peru wurde befriedet. Im Jahre 2012 flammten die Aktivitäten wieder auf, jedoch ist die Intensität der Auseinandersetzung bislang deutlich geringer als in den achtziger Jahren, in denen die Auseinandersetzung ihren Höhepunkt erreichte.

Regierung spricht von Kämpfen mit Narco-Terroristen

Die Regierung nahm zu den veröffentlichten Presseberichten zunächst nicht Stellung. Am frühen Morgen bestätigt jedoch ein Armeesprecher die Kämpfe. Allerdings wollte er sich nicht über die Anzahl der getöteten oder verletzten Soldaten äußern, da die Kampfhandlungen zu diesem Zeitpunkt noch andauerten. Bei der Erklärung wurde die Nennung der Guerilla-Organisation Sendero Luminoso vermeiden, der Sprecher sprach lediglich von einem Angriff durch Narco-Terroristen. Außerdem kündigte er an, dass die in die Kämpfe verwickelten Soldaten durch Luftangriffe unterstützt werden. Der Angriff wird als Vergeltungsaktion für die Festnahme eines hochrangigen Mitglieds der Organisation am vergangenen Samstag gewertet.






© Harald Angles