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Gabriel García Márquez feiert heute seinen 85. Geburtstag

06.03.2012 Der kolumbianische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez feiert heute seinen 85. Geburtstag. García Márquez begeht die Festlichkeiten in seinem Haus in Mexiko im Kreise seiner engsten Freunde, Verwandten und Mitarbeiter.

Das Leben des Nobelpreisträgers García Márquez

Gabriel García Márquez wurde am 06. März 1927 in Aracataca, im Norden Kolumbiens geboren. Nach einem Jurastudium begann er 1954 für die kolumbianische Zeitung El Espectador Kurzgeschichten und Filmrezensionen zu verfassen. Aufgrund der Tätigkeit als Journalist wechselte García Márquez oft seinen Wohnort und lernte so verschiedene Länder Lateinamerikas und Europas kennen.

1959 lernte García Márquez Fidel Castro kennen, da dieser ihn bat, ein Buch über die kubanische Revolution zu schreiben. Dieser Kontakt führte zu einer langjährigen Freundschaft. García Márquez übernahm auch immer politischen Engagement, in dem er sich gegen die Menschenrechtsverletzungen in der chilenischen Militärdiktatur und gegen die Entführungen durch die kolumbianischen Drogenbanden einsetzte.

Zunächst erstellte García Márquez verschiedene kleinere Werke, und auch einige Romane. Sein großer Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1967. In diesem Jahr wurde der Roman "Hundert Jahre Einsamkeit veröffentlicht (original: Cien años de soledad), für den er 1982 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. In den darauffolgenden Jahrzehnten folgten viele weitere Romane und Erzählungen, von denen viele ebenfalls zu Weltruhm kamen.

Die herausragenden Werke

García Márquez' Werk zählt zur literarischen Gattung des Magischen Realismus. Diese Stilrichtung bindet magische Elemente in das Umfeld realistischer Erzählungen ein. In fast allen Werken García Márquez' sind magische Elemente zu finden.

Der Durchbruch gelang García Márquez mit dem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit", der sowohl von der persönlichen Einsamkeit handelt, sowie der Abgeschiedenheit Lateinamerikas. Der Roman wird durch immer wiederkehrende Bürgerkriege geprägt. Dieses Element des Romans liegt sicherlich in seinen persönlichen Erfahrungen in Kolumbien begründet, einem Land, das seit Jahrzehnten von einem immer fortwährenden Bürgerkrieg belastet wird.

Weitere herausragende Werke sind "Der Herbst des Patriarchen" (El otoño del patriarca), "Chronik eines angekündigten Todes" (Crónica de una muerte anunciada), "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" (El amor en los tiempos del cólera) und seine Autobiografie "Leben, um es zu erzählen" (Vivir para contarla). Sein bislang letztes Werk erschien 2004 unter dem Titel "Erinnerung an meine traurigen Huren" (Memoria de mis putas triste).






© Harald Angles