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Iguazú-Fälle als Weltwunder ausgezeichnet

Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien

23.02.2012 Die Iguazú-Wasserfälle (oder nach der portugiesischen Schreibweise Iguaçu-Wasserfälle) wurden von der Stiftung "New 7 Wonders" als eines der natürlichen Weltwunder ausgezeichnet. Die Wasserfälle liegen an der Grenze zwischen den Ländern Argentinien und Brasilien und zählen zu den wichtigsten Reisezielen der beiden Länder. New 7 Wonders zeichnet bei dieser Wahl die sieben bedeutendsten Naturphänomene der Welt aus.

Die Iguazú-Wasserfälle: Eines der beeindruckendsten Naturschauspiele der Welt

Die argentinische Seite der Iguazú-Fälle

Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren und mehr als 250 kleineren Wasserfällen. Die Iguazú-Fälle zählen mit einer Höhe von bis zu 82 Metern zwar nicht zu den höchsten der Erde, durch die Ausdehnung von etwa 2,7 Kilometern bildet sich jedoch ein sehr beeindruckender Anblick. Die Wasserfälle stellen sowohl für Brasilien als auch für Argentinien sehr wichtige Tourismusattraktionen dar, die täglich tausende Urlauber anlocken und die so für den Norden Argentiniens und den Südwesten Brasiliens eine sehr wichtige Einnahmequelle darstellen.

Sowohl die brasilianische als auch die argentinische Seite liegt in einem Nationalpark, in dem nicht nur die Wasserfälle geschützt werden, sondern auch einer der letzten erhaltenen Teile des atlantischen Regenwaldes. Hier sind viele Tier und Pflanzenarten heimisch, die in ihrem Lebensraum bedroht sind. Beide Nationalparks sind in den achtziger Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden, was bereits deren herausragende Bedeutung unterstreicht. Ein Ausflug zu den Wasserfällen kann gut mit einer Besichtigung der Nationalparks verbunden werden.

Naturwunder an der Landesgrenze

Die Iguazú-Fälle von der brasilianischen Seite aus betrachtet

Sowohl die argentinische als auch die brasilianische Seite bestechen durch ganz eigene Reize. Die große Mehrheit der Wasserfälle liegt auf der argentinischen Seite. Ein gut ausgebautes Netz an Pfaden ermöglicht es, die Wasserfälle aus der Nähe zu erkunden. An manchen Stellen steht man auf einer Brücke direkt oberhalb eines Wasserfalls, an anderen Stellen gelangt der Besucher zu den Stellen, an denen der Wasserfall auf den Boden trifft. Den größten Wasserfall, der Teufelsschlund (Garganta del Diablo) genannt wird, kann man direkt über dem Abgrund beobachten, da diese Stelle durch einen Steg zugänglich gemacht wurde.

Die brasilianische Seite besticht hingegen durch einen beeindruckenden Panoramablick. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Blick auf die mehrere Kilometer breite Front der Wasserfälle. Das Erlebnis, das die brasilianische Seite bietet, ist ein ganz anderes als auf der argentinischen Seite, jedoch ist dieses nicht minder beeindruckend.

Iguazú-Wasserfälle als natürliches Weltwunder ausgezeichnet

Die Stiftung New 7 Wonders wurde 2001 in der Schweiz ins Leben gerufen und zeichnete 2007 die sieben bedeutendsten Bauwerke der modernen Welt aus. Aufgrund des großen Erfolgs des Projekts wurden nun die sieben bedeutendsten Naturphänomene als sieben Weltwunder der Natur ausgezeichnet. Als weitere Gewinner stehen neben den Iguazú-Fällen bisher auch die südkoreanische Vulkaninsel Jeju und der unterirdische Fluss in Puerto Princesa auf den Philippinen fest. Die weiteren Gewinner wurden bisher noch nicht bestätigt.




© Harald Angles