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Gründung des Ministeriums für soziale Einbindung und Entwicklung in Peru

21.10.2011 In Peru wurde heute das Ministerium für soziale Einbindung und Entwicklung gegründet. Das Ministerium hat die vordringliche Aufgabe, die Armut zu bekämpfen. Es war eines der Wahlkampfversprechen des Präsidenten Ollanta Humala, das dieser hiermit einlöste. Peru, das seit jeher mit großer Armut zu kämpfen hatte, hat bisher auf die Einrichtung eines Sozialministeriums verzichtet.

Hauptaufgabe Armutsbekämpfung

Die Armut ist ein großes Problem in Peru. Insbesondere die Bekämpfung der extremen Armut ist eine große Herausforderung. Die Hauptaufgabe des Ministeriums bezeichnete Humala damit, die Unterernährung und den Analphabetismus zu bekämpfen. Er bezog sich auf das beträchtliche Wachstum, das die peruanische Wirtschaft in den letzten Jahren genoss. Dieses Wachstum, so Humala, kam jedoch nur wenigen Menschen zugute. Die Aufgabe des Ministeriums sei es, dafür zu sorgen, dass dieses Wachstum allen Bevölkerungsschichten zugutekomme.

Wirtschaftswissenschaftlerin wird erste Sozialministerin

Die neue Sozialministerin Carolina Trivelli ist von Beruf Wirtschaftswissenschaftlerin. Die 43-Jährige, die in den USA studierte, gilt als Spezialistin im Bereich der ländlichen Entwicklung und der Armutsforschung. Es bleibt zu hoffen, dass ihr der schwierige Spagat gelingt, die große Armut in dem Andenstaat zu bekämpfen, ohne dass die Ausgaben für soziale Programme Impulse aussenden, die das Wirtschaftswachstum bremsen könnten.






© Harald Angles