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UNESCO zeichnet Rio de Janeiro als Weltkulturerbe aus

01.07.2012 Die UNESCO gab heute bekannt, dass die zweitgrößte Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro, in die Liste des Welkulturerbes aufgenommen wird.

Dilma Rousseff: "Auszeichnung ist eine Ehre für ganz Brasilien"

Cidade Maravilhosa - die wunderbare Stadt - ist einer der Beinamen, den die brasilianische Küstenstadt Rio de Janeiro trägt. Die Copacabana, der Zuckerhut und die Statue Cristo sind Wahrzeichen der Stadt, die auf der ganzen Welt bekannt sind und die dazu beitragen, diesen Titel zu rechtfertigen. Die einmalige Schönheit der tropischen Strände und der bergigen Landschaft, die die Stadt prägen, sind bereits seit Langem dafür verantwortlich, dass Rio de Janeiro einer der wichtigsten Orte für den Tourismus in Brasilien ist. Die Stadt, die Austragungsort der Olympischen Spiele 2016 sein wird und in der auch Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2014 stattfinden werden, erhält durch die Auszeichnung eine große Wertschätzung durch die internationale Gemeinschaft, was sicherlich dazu beitragen wird, den Tourismus und das Wachstum in der Region zu fördern. Die Präsidentin des Landes, Dilma Rousseff, sagte, die Auszeichnung sei eine Ehre für ganz Brasilien.

Auszeichnung trotz Problemen

Die Regierung Brasiliens wies jedoch auch darauf hin, dass die Stadt noch große Herausforderungen bewältigen müsse. Insbesondere die Gewalt und Kriminalität ist in der Stadt nach wie vor sehr hoch. Obwohl bereits seit einigen Jahren im Hinblick auf die sportlichen Großveranstaltungen versucht wird, die Kriminalität zu bekämpfen, gibt es nochoch einige Stadtviertel, in denen das staatliche Gewaltmonopol nicht umgesetzt werden kann. Auch die Umweltverschmutzung ist ein Thema, das im Zusammenhang mit der Auszeichnung erwähnt werden muss. Denn auf dem ausgezeichneten Gebiet befinden sich große Müllhalden mit vielen Tonnen teilweise giftiger Abfälle und der größte Teil der Kanalisation der viele Millionen Einwohner zählenden Stadt fließt ungereinigt ins Meer. Die Auszeichnung könnte jedoch einen wichtigen Impuls geben, um diese Probleme anzugehen, damit Rio de Janeiro immer mehr Urlauber bezaubern kann.






© Harald Angles