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Gipfeltreffen zwischen Südamerika und Arabischer Liga

03.10.2012 In Peru ging gestern das Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs der UNASUR - des südamerikanischen Staatenbündnisses - und der arabischen Liga zu Ende. Dabei wurde über Fragen der Weltpolitik diskutiert, die beide Regionen betreffen und auch die wirtschaftlichen Beziehungen wurden behandelt.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Beendigung der Gewalt in Syrien

Ein wichtiger Teil der Gespräche befasste sich mit wirtschaftlichen Themen. Die Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, sagte beispielsweise in ihrer Rede, dass sich beide Regionen in vielen wichtigen Bereichen, beispielsweise in der Energiepolitik und im Bereich des Tourismus, gut ergänzen könnten. Eine Kooperation in diesem Bereichen könne Vorteile für beide Seiten mit sich bringen. Konkrete Vereinbarungen wurden jedoch nicht verabschiedet.

Die Teilnehmer des Gipfeltreffens befassten sich auch mit vielen politischen Themen, die beide Regionen betreffen. Dabei ist die Forderung der Gipfelteilnehmer nach einem freien und eigenständigen Palästina hervorzuheben. Darüber hinaus schloss der Gipfel mit einem Aufruf zur Beendigung der Gewalt in Syrien und mit einem allgemeinen Aufruf zum Frieden in der Region.

Gipfel wird durch Konflikt zwischen Bolivien und Chile überschattet

Das Gipfeltreffen wurde durch ein neues Aufbrechen des Konflikts zwischen Bolivien und Chile überschattet. Bereits seit Bolivien vor mehr als hundert Jahren seinen Zugang zum Meer verloren hat, ist diese Frage der Grund für ständige Konflikte zwischen beiden Ländern. Vor Kurzem forderte der bolivianische Präsident Evo Morales, dass Chile seinem Land einen souveränen Zugang zum Meer überlassen soll. Nach der ablehnenden Antwort der chilenischen Regierung sagte Morales, Chile sei eine Bedrohung für den Frieden in der Region. Trotz dieser Anschuldigung reagierte der chilenische Präsident Sebastián Piñera ruhig und sagte, Chile sei ein friedliebendes Land, das lediglich die bestehenden Verträge beachte.






© Harald Angles