Nachrichten aus Lateinamerika

Nordamerika




Organisation Amerikanischer Staaten versammelt sich in Bolivien

04.06.2012 Heute wurde die 42. Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten in Bolivien eröffnet. Dabei kam es zum einen zu Auseinandersetzungen über die Pressefreiheit und zum anderen zu einer Diskussion um die Interamerikanische Menschenrechtskommision.

Venezuela kritisiert Presse in Lateinamerika

Der venezolanische Botschafter Roy Chaderton sagte, die Presse in der Region verbreite Botschaften des Hasses. Er nannte verschiedene Zeitungen und Fernsehsender aus Lateinamerika, die durch solche Botschaften auffallen. Die Debatte findet vor dem Hintergrund statt, dass in verschiedenen lateinamerikanischen Staaten, wie Argentinien, Ecuador und Venezuela im Moment die Regierungen scharf gegen die Presse vorgehen, insbesondere wenn es sich dabei um kritische Berichterstattung handelt. Der privaten Berichterstattung werden in diesen Ländern immer engere Grenzen gesetzt, wohingegen die staatlichen Sender und Zeitungen stark gefördert werden.

Evo Morales kritisiert IAKMR

Nachdem bereits vor wenigen Wochen der venezolanische Präsident Hugo Chávez die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IAKMR) kritisiert hatte, kam es im Rahmen der Versammlung in Bolivien nun nochmals zu einer harschen Kritik an der Institution vonseiten des Gastgebers. Der bolivianische Präsident sagte bereits gestern, die IAKMR betrachte nur angebliche Menschenrechtsverletzungen in Staaten, in denen die Regierungen nicht auf dem gleichen politischen Kurs wie die USA liegen. Er forderte dazu auf, dass die IAKMR auch die Situation der Menschenrechte in den USA überprüfe. Wenn sie dies nicht tue, so der bolivianische Präsident, müsse sie aufgelöst werden. Vertreter von Menschenrechtsorganisationen wiesen hingegen darauf hin, dass die Veränderungen, die einige lateinamerikanische Staaten vorgeschlagen haben, die Meinungsfreiheit gefährden könnten.






© Harald Angles