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Die Länder Lateinamerikas

Lateinamerika umfasst 20 Länder. Lateinamerika bedeutet hierbei, dass nur die spanisch- oder portugiesischsprachigen Länder gezählt werden. Es gibt jedoch noch andere Definitionen, die auch die französischsprachigen Länder zu Lateinamerika zählen. Diese Definition wäre nach der eigentlichen Wortbedeutung des Begriffs Lateinamerika eigentlich sinnvoll. Der Begriff Lateinamerika bezieht sich auf die romanischen Sprachen als gemeinsames Merkmal der Länder. Da auch Französisch eine romanische Sprache ist, wäre diese Erweiterung nach der eigentlichen Wortbedeutung richtig. Da der Begriff Lateinamerika im deutschen Sprachgebrauch jedoch in der Regel nur für die spanisch- und portugiesischsprachigen Länder verwendet wird, soll diese Definition hier beibehalten werden. Zumal sich die Kultur und Geschichte der französischsprachigen Gebiete deutlich von den übrigen Gebieten Lateinamerikas unterscheidet.

Die große Vielfalt der Länder Lateinamerikas

Lateinamerika umfasst Länder aus Südamerika, Mittelamerika, Nordamerika und der Karibik. Die größte Gruppe stellen dabei die Länder aus Südamerika dar. Dazu zählen zehn verschiedene Länder. Im äußersten Süden sind das Argentinien, Chile und Uruguay. Brasilien bedeckt den größten Teil des südamerikanischen Subkontinents. Im Zentrum Südamerikas befinden sich Paraguay und Bolivien, die einzigen Binnenländer Lateinamerikas. An der Westküste Südamerikas liegen Peru, Ecuador und Kolumbien, im Norden Venezuela. Die Gruppe der mittelamerikanischen Länder umfasst Panama und Costa Rica im Süden Mittelamerikas, Nicaragua, Honduras und El Salvador im Zentrum und Guatemala im Norden. Daran schließt sich Mexiko an, welches das einzige Land Lateinamerikas ist, das zu Nordamerika gehört. Die spanischsprachigen Länder der Karibik sind Puerto Rico, die Dominikanische Republik und Kuba.

ereits die große Anzahl der Länder, die zu Lateinamerika gehören, zeigt, dass diese Region durch eine große Vielfalt geprägt ist. Weitläufige Küstenregionen wechseln sich mit dem Hochgebirge ab, kühles Klima im äußersten Süden wird durch das tropische Klima in Äquatornähe kontrastiert. Auch die Kultur der Länder unterscheidet sich deutlich. Vor der Ankunft der Spanier beherrschtn viele verschiedene Völker das heutige Lateinamerika, deren Kultur bis heute in vielen Gebieten das moderne Leben beeinflusst. Viele Gebiete waren durch die Inkas geprägt, andere durch die Azteken, wieder andere durch kleinere unabhängige Stämme. All diese Kulturen prägten die Gesellschaften der jeweiligen Länder und führten zu deutlichen Unterschieden. Außerdem unterscheiden sich die Länder auch in der Intensität der europäischen Einwanderung. Während die Länder im südlichen Südamerika sehr stark von europäischen Einwanderern besiedelt wurden, ist die europäische Kultur in großen Teilen Lateinamerikas nicht so dominant.

Die Gemeinsamkeiten der Länder Lateinamerikas

Doch haben alle diese Länder auch viele Gemeinsamkeiten, die die Zusammenfassung zu einer Region rechtfertigen. In allen Ländern wird nicht nur die gleiche, oder im Falle von Brasilien eine sehr ähnliche Sprache gesprochen, auch die gemeinsame Geschichte der spanischen oder portugiesische Eroberung ist ein einheitliches Merkmal. Die Kultur der Spanier und Portugiesen prägt bis heute viele Sitten und Gebräuche n Lateinamerika. Auch die katholische Religion ist ein wichtiges kulturprägendes Merkmal der gesamten Region. So finden sich also nicht nur viele kulturelle Unterschiede zwischen den Ländern der Region, sondern es bestehen auch viele Gemeinsamkeiten.





© Harald Angles